-Weil Sie nicht geholfen haben, lassen wir Sie nicht leben.
Wie soll ich geholfen haben, ich habe gelesen und geschrieben.
Der Bannfluch, unter dem die Manipulateure die Gedanken der lemurischen, halb verstorbenen Literaten gern zu Staub zermahlen, folgt nur der Logik opaken Nicht-sehen-Könnens. Was in deiner eigenen Welt leben heißt, können dir die Leute, kann Jedermann dir nicht sagen. Die Leute kennen nur das Pandaimonion des jeder gegen jeden, wir kämpfen im Höchstfall um narrative Lösungen für die Pandemie der erzählerischen Probleme oder um möglichst gelungene Tiefenanalysen von Textflächen. Erkläre das mal der gegen alle übertrieben wehrbereiten Hausfrau von nebenan ...
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Das idiomische Verhaspeln, das in zu kurzen Gedanken kleinbürgerlich über uns bestimmen will, das stereotype Verkennen des Einzelnen, der sich selbst genug ist, weil er Bücher hat und Literatur macht, ist komisch, die erreichen uns nicht und viele sind mindestens neidisch. Die Pastille der Volkserregung wollen wir aber nicht schlucken. Und weil wir sie ausspucken, mögen sie uns nicht ...
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Als Literat den Frieden leben. In einer Welt, in der alle streiten, ist das sonderbar ... weil aber ohne Frieden kein literarisches Arbeiten möglich ist, zumindest gilt das für mich, leidet das Lesen und Schreiben unter der universalen Schlacht alle gegen alle sehr. Wenn der kleinbürgerliche Krieg der Vater aller Dinge sein soll, ist die großherzige Muse die Mutter, Geliebte und Schwester aller armen Poeten. Wer kämpft, verliert ... zumindest Zeit zum Arbeiten ...
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Kaum jemand liest ... wir sind die Kaste der Wissenden in Hierarchien aus Unwissenheit. ... Es gibt schon ganze Städte ohne Buchhandlungen, wenn die 90 % so weiter machen, müssen wir bald in gesonderten Bussen fahren oder dürfen nicht mehr vor Nichtlesern etwas sagen ... weil sie sonst hauen und stechen ...
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Donnerstag, März 15, 2018
150318 Der arme Poet
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Montag, November 25, 2013
Ideologie/Widerstand/Revolution
Das Spannungsgefüge zwischen den Bedeutungskomplexen Ideologie/Widerstand/Revolution ist explosiv genug, um daraus ein abendfüllendes, pulsierendes, energetisches Stück zu machen.
- Ideologien sind mythische Systeme, die aus politischen Erzählungen leben. Diese politischen Geschichten weichen oft von der Realität ab und bestimmen trotzdem die Politik der Regierungen.
- Widerstand bezeichnet die Verweigerung des Gehorsams oder das in Opposition stehen gegenüber den Herrschenden. Widerstand ist hier Ideologiekritik als Gegentat.
- Eine Revolution ist der Umsturz einer ausdifferenzierten, bestehenden Ordnung durch Widerstand. Wir sprechen hier von gewaltloser Revolution. Dieser Widerstand kann aktivistisch, künstlerisch oder intellektuell betrieben werden. Notwendig dafür ist eine Entmythisierung von Ideologie zu objektiver Realität durch oppositionelle Gruppen.
- Wie ist der Widerstand des Theaters? Das Theater entwickelt Widerstandsszenarien und spiegelt das Selbstverständnis der Machtinstanzen und der oppositionellen Kräfte (wirklich und zugeschrieben). Daraus entsteht seine Deutungshoheit.
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